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Flaggen Zeigen!

Mit dem Fußballfieber steigt in Deutschland auch der Nationalstolz. Geschäfte und Schaufenster werben mit schwarz-rot-goldenen Fanartikeln, Die Deutschland-Fahne weht in Vorgärten und von Balkonen: Zur Weltmeisterschaft im eigenen Land ist das Flagge-Zeigen und der Patriotismus endlich wieder salonfähig.

Was können wir von Jürgen Klinsmann und der deutschen Fußballmannschaft für die Reformen unseres Landes lernen, so dass sich die Euphorie auch über die WM rettet und unser Land weiter voranbringt.

  1. Wer weiß was er will und was er tut, muss nicht jeden Morgen ängstlich darauf schielen, ob die Boulevardpresse ihm gnädig gesonnen ist, und nach jeder negativen Meinungsumfrage gleich sein Programm über den Haufen werden. Wenn er überhaupt eins hat. Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken analysieren, ein Ziel formulieren und die notwendigen Mittel und Maßnahmen festlegen.
     
  2. Um einen alten Schuppen zum Laufen zu bekommen braucht man neue Leute und frische Ideen. Das funktioniert freilich nur, wenn man die Lotsen, die man an Bord geholt hat, nicht beim ersten Nebel gleich wieder vom Schiff jagt - so wie Angela Merkel den "Professor aus Heidelberg", Paul Kirchhof. Wer zu seinen Mitstreitern nicht steht, für den tut bald keiner mehr etwas. Nur wer geradlinig seinen Kurs hält, kann auch von anderen Höchstleistungen verlangen.
     
  3. Leistung lohnt sich. Wer Erfolg haben will, muss sich schinden. Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, muss die Mannschaft topfit sein. Das man nicht mit Arbeitszeitverkürzung und ausgewogener Mangelverwaltung, sondern mit Motivation und zusätzlichen Trainingseinheiten.
     
  4. Man kann andere begeistern und zu Höchstleistungen anspornen, wenn man ihnen etwas zutraut. Fürsorgliche Führung bedeutet nicht, seine Leute in Watte zu packen und vor allen Widrigkeiten zu behüten, damit nur ja keiner über das allgemeine Mittelmaß hinausragt und den anderen Anlass zu Groll und Missgunst bietet. Führung heißt, jemandem eine Chance zu geben, zu zeigen, was in ihm steckt, aber auch mit der Konsequenz, dass er zurück ins Glied muss, wenn er sich nicht bewährt.
     
  5. Was macht die einfache Mannschaft nun zur schlagkräftigen Truppe? Materielle Anreize und der Appell an das individuelle Vorteilsstreben reichen nicht aus. Ein überindividuelles Moment muss hinzutreten. In der Klinsmann-Philosophie ist es der "Teamgeist": Sich als Teil eines Ganzen, einer Schicksalsgemeinschaft verstehen, für die anderen sein Bestes geben und Bestätigung im gemeinsamen Erfolg finden.

Was der Teamgeist für die deutsche Fußballnationalmannschaft, ist der Patriotismus für die deutsche Nation. Die vielleicht wichtigste Lektion aus den Folgen der Klinsmann-Reformen lautet: Nationalstolz ist nicht böse und von gestern, Nationalstolz integriert und macht wettbewerbsfähig.

 

 

  Bundespräsident
Horst Köhler:

"Die selbstbewusste Freude der Deutschen zur Fußball-WM ist für mich ein Zeichen dafür, dass sich das Land weiter normalisiert, dass man jetzt unverkrampfter auf seine eigene Nationalfahne zeigt und sich mit ihr schmückt."

 

  Bundespräsident a.D.
Richard von Weizsäcker:
"Patriotismus ist Liebe zu den Seinen; Nationalismus ist Hass auf die anderen."
  Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Kardinal Karl Lehmann
:
"Ich freue mich über das Bekenntnis vieler Menschen zu unserem Land."
  Staatsministerin im Bundeskanzleramt
Maria Böhmer (CDU)
:
"Das Verhalten der Deutschen während der WM ist für mich ein neuer unverkrampfter Patriotismus. Endlich haben wir eine Phase wo sich junge Menschen viel freudiger, selbstbestimmter und mit einem neuem Selbstbewusstsein der Frage stellen, was die Deutschen verbinde."
 

Michael Köster  
-Vorsitzender-   

 

   

  Jan Bucher
-Projektleiter-







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